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 °° ERFAHRUNGSBERICHTE °°
Fumanchu Offline



Beiträge: 2

26.01.2012 21:51
RE: Meine Geschichte... Antworten

Hallo,
ich möchte hier mal vonn meinen Erfahrungen berichten die ich mit einem bzw zwei "Anfällen",den Medikamenten und dem ganzen "Drumherum" gemacht habe.
Zuerst einmal eine kleine Vorgeschichte um sich mal ein kleines Bild zu machen.
Ich hatte im Sommer 2004 einen schweren Autounfall,erlitt mehrere punktuelle einblutungen im Hirn und war danach längere Zeit ausser Gefecht gesetzt.Ich hatte eine Halbseitenlähmung,motorische,sprachliche Störungen,probleme mit Gedächtnis usw.Quasi das volle Programm mitgenommen.
Hab lange gebraucht,bin aber wieder zu 99,9% wieder hergestellt.Bin wieder voll Berufsfähig,kann Auto fahren,Sport treiben.eigentlich keine Einschränkungen.
Nun hatte ich im Mai diesen Jahres zum ersten mal einen kleinen Anfall.Zur Info,Ich hatte nach dem Unfall nicht einen einzigen.Also,7 Jahre später zum ersten Mal einen.
Dazu muß ich sagen das ich in den letzten Jahren ne Menge Scheiße an den Hacken hatte.Ich war psychisch ganz schön angeschlagen,hatte auch eine kurze Therapie gemacht,stationär wie auch ambulant.Bin total von der Spur abgekommen.Freundin weg,ich hab mich hoch verschuldet,bin aufgrund von Geldmangel und falschen Kontakten mit dem gesetz in Konflikt geraten(quasi vorbestraft) und hab nur so vor mich hingelebt.
Hab aber zum Glück einen festen Arbeitsplatz.
Nun hab ich mich durch eine harte Zeit gekämpft,mein leben eigentlich wieder auf die Reihe bekommen,bin verheiratet,meine Frau ist im 7.Monat schwanger,ich zahle brav meine Schulden ab und hab sogar noch Geld auf der hohen Kante für den Nachwuchs.Eigentlich läuft es wie geschnitten Brot.
Das nur mal kurz um damit man sich ein kleines Bild machen kann.
Nun hatte ich im Mai diesen Jahres einen Anfall.Ich weiß nur noch das ich des Nachts aufgewacht bin,ins Bad gegangen bin und dann waren die Herren vom Roten Kreuz da,hatte nen Zungenbiss und wußte nicht was los war.
Tagsüber hatten wir ein wenig Streit,aber nix wildes.
Im Krankehaus wurde erstmal hinterfragt was so los ist bei mir,ich denen von meinem Crash damal erzählt und damit war für die Ärzte die Ursache klar.
Mein EEG ist ohne Befund,im MRT sieht man noch eine klitzekleine Vernarbung im Kopf.
Daraufhin habe ich Keppra bekommen.Morgens und Abends je 500mg.
Die Darauffolgende zeit war sehr stressig für mich.Hochzeit war geplant,Frau schwanger,darf kein Auto mewhr fahren.
War wohl etwas viel,ich bin noch ein zweites mal umgefallen.Da ist aber nicht sicher ob ich wirklich gekrampft habe.War nur ganz kurz weg gewesen.
Daraufhin wurde das Keppra Abends auf 750 erhöht.
Danach bin ich immer unruhiger geworden,total nervös,schlaflosigkeit,permanete Unruhe,Aufgeregtheit,das volle programm.Bin dann mehrmals wegen Hyperventilation im KH gewesen.
Dann sollte Keppra runterdosiert werden,umstellung auf Lamotrigin.Langsame aufdosierung.25mg,Morgens,Mittags,Abends.Als ich soweit war das ich bei 3 mal täglich Lamotrigin + 2 mal Keppra war begannen immer stärker werdende Gelenkschmerzen.
Ich bin nun schon seit über 3 Monaten krank geschrieben,hab im Februar auch wieder einen Termin bei einer Therapeutin.
Nu zu nem anderen Arzt gewesen,Lamotrigin wieder absetzen,Keppra auf 1000 Morgens,1000 Abends.
Ich weiß langsam nicht mehr weiter.Bin schon drauf und dran alles komplett wegzulassen und einfach abwarten was passiert..Denn,oh wunder,bei höherer Keppra Dosis geht die Unruhe wieder los,kann nicht schlafen,hab schon Magenkrämpfe wegen Unruhe,Aufgregtheit usw.
Ich mag zu meiner Frau schon gar nix mehr sagen,die macht sich nur noch Sorgen.
Ich hab irgendwie das Gefühl das ich meine vergangeheit noch nicht ganz bewältigt habe und mich alles einholt.Es hat sich so einiges bei mir "eingebrannt".Die Angst vor der Polizei,die Angst vor Rechnungen(ich muß immer vor meiner Frau am Postkasten sein) obwohl ich wirklich nichts mehr zu befürchten habe(läuft alles über eine Schuldenberatung,rechtsanwalt).
Meine Frau weiß auch über meine Vergangenheit bescheid,sie steht voll hinter mir.
Nun bin ich ziemlich ratlos.Ich soll angeblich Epilepsie haben,Tabletten nehmen von denen ich anscheinend keine vertrage und ich weiß nicht wie es weitergehen soll.
Nun weiß ich nicht was ich hiermit eigentlich genau ausdrücken will,aber vielleicht hat ja jemand ähnliche erfahrung mit unverträglichkeit von Keppra und Lamtrigin gemacht?
Ich hab auch keine Lust mehr Versuchskaninchen für irgendwelche Dorf-Neurologen zu spielen.
Vielleicht treffe ich ja hier auf das ein oder andere offene Ohr...
schönen Gruß
Fumanchu

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