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und wurde 180 mal aufgerufen
 °° Epilepsie allgemein °°
Bananaberry92 Offline



Beiträge: 134

11.04.2010 14:35
RE: Meine Freundin... antworten

Hallo,

ich muss jetzt einfach mal was los werden, ich persönlich kann nicht mehr mit umgehen.

Ich habe eine Freundin, die eine körperliche Behinderung hat. Sie ist allgemein sehr anstrengend, denn, ich sage mal, sie ruht sich auf ihrer Behinderung aus. Wir sind etwa 2 Jahre zusammen zur Schule gegangen. Ich war IMMER für sie da, habe ihr geholfen, mich aber auch so ins Abseits der Klasse geschossen, denn die mochte keiner, eben wegen ihrer Art.

Als wir uns kennenlernten, haben wir uns nur während einer Sportstunde unterhalten, weil sie wissen wollte, warum ich vom Unterricht befreit bin. Das hat 2 Gründe: Ich bin in einigen Dingen ziemlich eingeschränkt und 2. bin ich aufgrund der Verletzungsgefahr bei Anfällen befreit worden. Das habe ich ihr auch etwa so erklärt. Sie wusste ja nun nicht mal was Epilepsie ist, hat mich nur erstmal für ein bisschen bescheuert gehalten... So wurde das eben auch ein Thema zwischen uns, weil sie wissen wollte, was das ist, da es in der Zeit häufiger vorkam, dass ich mit dem Rettungswagen von der Schule aus ins Krankenhaus gekommen bin, eben wegen eines Anfalls.

Es dauerte kein Jahr, da kam sie immer zu mir und erzählte mir, dass ihre Hand immer mal wieder anfängt zu zucken. Ich habe ihr nur gesagt, dass, wenn ihr das Sorgen macht, sie zum Arzt gehen soll. Dazu muss ich noch sagen: Wegen ihrer Behinderung musste sie von rechts auf links umlernen, dieses zucken ist NUR links.

Dann war sie beim Arzt. Der Arzt konnte keine klare Diagnose stellen, denn EEG und alle weiteren Untersuchungen waren unauffällig. Dann kam es (angeblich) zum ersten "großen Anfall". Was mich irritiert hat war, dass sie mir bis ins letzte Detail erzählen kann, was passiert ist. Ich habe mich dazu aber nicht weiter geäußert. Das war auch eine einmalige Sache dieser "große Anfall" (schon gut 2 Jahre her. Wegen ihrer Behinderung und der unklaren Diagnose ist sie auf Lamotrigin eingestellt worden. Der Grund mag hier bei der möglichen Verletzungsgefahr liegen. Und das Lamotrigin war (wenn man das so sagen kann) ein Versuch, ob diese "Anfälle" damit aufhören. Diese "Anfälle" haben nicht aufgehört, aber trotzdem nimmt sie weiter Lamotrigin.

Jedes mal, wenn wir es mal von mir haben, wenn wir telefonieren, dann ist das auch nicht besonders lang. Ich versuche ihr immerzu einzutrichtern, dass ich schlafen muss und sie auch, da sie ja meint, dass sie Epilepsie hat. Sie bekommt den Verlauf bei mir nur mit, da ich ja relativ oft bei meinem Neuro bin (sie war seit gut einem Jahr nicht mehr dort). Ich bekomme fast regelmäßig Anrufe und werde jedesmal informiert, dass sie wieder einen Anfall hatte. Aber ihren Eltern sagt sie es nicht. Warum dann mir????? Natürlich rede ich mit meinen Großeltern darüber, denn ich finde es wichtig, dass man mit einem spricht und nicht das alles für sich behält. Ich habe immer das Gefühl bei meiner Freundin, dass sie Aufmerksamkeit von mir will, da ich mich nicht besonders oft melde. Mir ist das einfach zu viel. Ich war ein Wochenende bei ihr in der Einrichtung, wo sie ihre Ausbildung macht. Dort hatte ich einen Anfall bekommen und keine Woche später erzählt sie mir das gleiche (auch wenn es bei ihr immer nur die "kleinen Anfälle" sind).

Mittlerweile ist es so, dass die mich mitten in der Nacht anrunft. Mir persönlich geht das tierisch auf den Nerv, denn ich kann den Kram echt nicht mehr hören. DIe macht aus jedem "Anfall" eine riesen Tragödie, obwohl sie das mal bei mir gesehen hat. Gestern Nacht hat sie dann angerufen, um mir zu sagen, dass sie wieder einen Anfall hatte, diesmal hätte aber ein Bein gezuckt. Was die alles mitbekommt. Ich kann mich an sowas nie erinnern. Vorallem habe ich sowas zuvor noch nicht gehört. Ich kann nicht mehr damit umgehen, dass sie mich immer anruft, denn ich habe von Beginn an an ihrer Epilepsie gezweifelt. Ich habe dann ganz einfach zu ihr gesagt, dass sie ihren Arzt anrufen soll, der kann ihr besser helfen (die Medikamente erhöht sie selber, falls nötig aus ihrer Sicht). Aber ihren Arzt will sie auch nicht anrufen. Da stellt sich mir wieder die Frage, ob sie Aufmerksamkeit will oder es diese "Anfälle" wirklich gibt.

Ich kenne ihren Arzt, der ist nämlich bei uns in der Kinderklinik und daher kenne ich den. Komischer Typ. Ich habe bei dem das Gefühl gehabt, dass der einen gar nicht ernst nimmt, sondern einfach aus dem handelt was er erzählt bekommt. Ich finde den komisch. Aber ich bin mittlerweile so weit, dass, wenn das nicht irgendwann mal aufhört und sie ständig mich anruft wegen ihrer Anfälle, ICH den Arzt anrufen werde! Mir geht das einfach nur tierisch auf den Nerv.

JEDES mal, wenn bei mir was an der Dosierung geändert wird (nehme auch Lamotrigin), kann ich genau sagen, wann sie mich anruft und auch sagt, dass sie erhöht hat. Komisch ist nur: Ich habe sie dann gestern mal gefragt, wie viel sie denn jetzt nimmt (zum Vergleich: Ich nehme morgens 150 und abends 200mg). Letzte Aussage war, dass sie auch erhöht hat, spricht eigentlich müsste sie auch so in meiner Richtung sein. Gestern ist dann aber mal die Wahrheit ans Licht gekommen. SIe nimmt deutlich WENIGER als ich, nämlich nur morgens und abends jeweils 125mg. Sage mir mal einer, warum sie mir davor was anderes erzählt hat?!

Mich beschäftigt das ganze mittlerweile so, dass ich nachts immer wieder aufwache, gerade so in den Tagen nachdem sie mich damit ausreichend zugetextet hat. Wenn dem so ist mit ihren "Anfällen", warum lässt sie sich nicht helfen??? Es trifft immer mich und ihr Arzt weiß von nichts!!!

Muss dann auch weg, muss meine Freundin nochmal anrufen, nachdem ich sie gestern (oder besser heute) um kurz nach 2 (nachts) abgewürgt habe, hatte auch einen langen Tag hinter mir.

LG Shauni

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