Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
logo
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 203 mal aufgerufen
 °° Epilepsie allgemein °°
Remi Offline




Beiträge: 3.132

08.04.2009 16:28
RE: Epilepsiemedikamente mit verheerenden Wirkungen! antworten

Neue Studie enthüllt verheerende Wirkung einiger Epilepsiemedikamente auf normale Gehirnfunktion

06.09.04
- Annähernd die Hälfte der Menschen mit Epilepsie haben Probleme, etwas Neues zu lernen und glauben, dass sie nicht schnell genug denken können. Ein noch größerer Teil fühlt sich regelmäßig schläfrig, müde und lethargisch(1). Die Ergebnisse einer
großen europäischen Untersuchung zeigen, dass Patienten oftmals den Medikamenten, mit denen sie ihre Epilepsie unter Kontrolle halten, die Schuld für diese Schwierigkeiten zuschreiben - genau die Medikamente, die helfen sollen, die Symptome ihres Leidens im Griff zu haben.


Die Ergebnisse bestätigen, was viele Epilepsiefachleute seit
langem vermuten: Einige Therapien haben große Auswirkungen auf den Alltag der Menschen mit Epilepsie, und das Ausmaß, in dem diese Symptome die Lebensqualität nachteilig beeinflussen können, sollte nicht unterschätzt werden.


"Wir hören nicht nur viel zu häufig von Leuten, deren Epilepsie ein normales Leben im Keim erstickt, sondern auch, dass die zur Behandlung verschriebenen Medikamente dafür verantwortlich sind", sagte Hilary Mounfield, die Vorsitzende des European Committee of the International Bureau for Epilepsy (IBE), das die Umfrage durchgeführt
hat. "Sowohl Epilepsiekranke als auch die sie behandelnden Ärzte müssen sich noch stärker ins Bewusstsein rufen, dass
Konzentrationsprobleme oder Müdigkeits- bzw. Trägheitsgefühle starke Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben. Es ist also von entscheidender Bedeutung, ihr Leiden optimal in den Griff zu bekommen."


Insgesamt assoziierten 56% der Befragten ihre kognitive
Beeinträchtigung mit der Epilepsiebehandlung, wobei 45-50% angaben, dass Arbeit-, Bildungs- und Freizeitaktivitäten sowie Familie und Beziehungen die Bereiche sind, die besonders stark beeinträchtigt werden.
Von Problemen, wie die Unfähigkeit sich an Namen oder
Gesichter zu erinnern oder Erinnerungen abzurufen, wurde oft
berichtet. Die Probleme mit der Langsamkeit des Denkens hinderten die Menschen mit Epilepsie daran, ihre Ausbildung zu Ende bringen oder eine einträgliche Arbeitsstelle zu behalten. Sie führen auch dazu, dass alltägliche Aufgaben, wie die Erinnerung an eine Einkaufsliste oder die Telefonnummer eines Freundes, nicht bewältigt werden
konnten:


"Ich traue mich nicht mehr, vor Publikum zu sprechen (ich
unterrichtete früher wissenschaftliche Fächer), da ich weiß, dass
ich Probleme habe, die Worte zu finden, die ich verwenden möchte."


"Meine erste medikamentöse Behandlung brachte sehr ernste
Nebenwirkungen mit sich und beeinträchtigte in erheblichem Masse
meine Fähigkeit, zu funktionieren. Ich leide unter starken
Stimmungsschwankungen und übermäßiger Müdigkeit, und vor allem
'verlor' ich 6 Monate meiner Schulausbildung."


Im Rahmen der Untersuchung wurden 425 Menschen mit Epilepsie in Belgien, Malta, Irland, Schottland und Dänemark über die Auswirkungen ihrer Krankheit und über die Auswirkungen der Epilepsietherapie auf ihre 'kognitive Funktionen' (die Fähigkeiten, zu lernen und zu denken), bzw. darüber, wie schläfrig oder träge sie sich fühlen sowie
zu ihrer Lebensqualität befragt. Zu den übrigen wesentlichen
Erkenntnissen zählten:


- 44% fanden es mäßig bis schwierig, etwas Neues zu lernen

- 45% befanden, sie seien mäßige bis sehr langsame Denker

- 59% berichteten, sie fühlten sich mässig oder sehr schläfrig
bzw. müde

- 48% fühlten sich mässig bis sehr lethargisch bzw. träge

- 63% befanden, dass sie die Erfahrung gemacht hätten, dass durch
die Auswirkungen an der Ausübung von Aktivitäten oder dem Erreichen
von Zielen gehindert worden seien


Auf die Frage nach derjenigen Nebenwirkung, deren Vermeidung sie sich am stärksten herbeiwünschten, antworteten 38% der Befragten, sie wünschten sich die Befreiung von den Schläfrigkeits- und Müdigkeitsgefühlen; 16% wünschten sich die Befreiung von den
Problemen mit dem Erinnerungsvermögen und 13% von der
Lethargie/Trägheit. Ein Zwölftel wünschte sich, die Gewichts- und Appetitprobleme im Zusammenhang mit ihrer medikamentösen Behandlung los zu werden.


Die Untersuchung wurde mit einer uneingeschränkten Finanzhilfe von UCB Pharma gefördert

Originaltext: UCB Pharma




Remi:eckenleser:

Der Blues wurde deshalb erfunden, weil die Seele vieler Menschen sonst noch schneller verkümmert wäre!


 Sprung  
Xobor Xobor Forum Software
Einfach ein eigenes Forum erstellen