Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
logo
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 416 mal aufgerufen
 ~° Medizinisches Wissen - Neurologie °~
Gipsy ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2008 22:16
RE: AUTISMUS bei Erwachsenen bleibt häufig unerkannt antworten

AUTISMUS BEI ERWACHSENEN BLEIBT HÄUFIG UNERKANNT

Autismus ist eine psychische Störung, von der nicht nur Kinder betroffenen sind, da sie lebenslang bestehen bleibt. Da autistische Symptome sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können, wird die Erkrankung oftmals erst im Erwachsenenalter erkannt.



Autismus wird häufig nur mit Kindern in Zusammenhang gebracht, es handelt sich jedoch um eine Erkrankung, die lebenslang bestehen bleibt.
"Da die Krankheitssymptome vielgestaltig und in ihrer Ausprägung sehr unterschiedlich sein können, wird sie nicht immer im Kindes- oder Jugendalter erkannt", erklärt Prof. Kai Vogeley von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN).
Insbesondere Menschen mit hochfunktionalem Autismus oder dem Asperger-Syndrom, speziellen Ausprägungen des Autismus, besitzen meist eine normale oder hohe Intelligenz, sind teilweise sogar hochbegabt und haben oftmals bemerkenswerte Fähigkeiten auf einzelnen Gebieten.
"Probleme bereitet ihnen hingegen die Interaktion mit anderen Menschen, da sie soziale Regeln und Botschaften zwischen den Zeilen nicht intuitiv verstehen, sondern erst mühsam erlernen müssen. Zudem fällt es Menschen mit einer autistischen Störung häufig schwer, mit anflutenden emotionalen Reizen und Sinneseindrücken umzugehen", erläutert der leitende Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Köln.

Ein großer Teil der Menschen, die unter Autismus leiden, ist durch die Erkrankung so stark beeinträchtigt, dass die Betroffenen nicht selbständig leben können und zumeist in Wohneinrichtungen untergebracht sind.
"Menschen mit weniger stark ausgeprägten autistischen Symptomen sind hingegen oftmals in der Lage, den Berufsalltag zu bewältigen, haben aber aufgrund ihrer besonderen Art der Wahrnehmung nicht selten Schwierigkeiten im Umgang mit Anderen. Weil sie beispielsweise irritierte Reaktionen ihrer Mitmenschen nicht erklären können, neigen diese Menschen häufig dazu, sich zurückzuziehen", erklärt Prof.Vogeley.
"Eine psychotherapeutische Behandlung könnte die Betroffenen jedoch im oftmals für sie sehr belastenden Umgang mit anderen Menschen unterstützen. Voraussetzung ist zunächst aber eine sorgfältige Diagnosestellung, die neben persönlichen Gesprächen und Fragebögen auch eine Befragung von Verwandten zur Abklärung von Anzeichen der beginnenden Störung in der Kindheit beinhaltet", rät der Psychiater und Psychotherapeut.

Man schätzt, dass etwa 400 000 Menschen in Deutschland von einer Erkrankung im Autismus-Spektrum betroffen sind.
Bei Männern ist Autismus etwa 5 –mal häufiger als bei Frauen.


------------------------
www.aerzte-im-netz.eu
------------------------

heifen Offline




Beiträge: 372

30.10.2008 09:19
#2 RE: AUTISMUS bei Erwachsenen bleibt häufig unerkannt antworten

hallo gipsy
interessanter artikel, vor allem, was die verteilung dieser krankheit zwischen frauen und maennern betrifft
regt zu einer ueberlegung an
frauen haben grundsaetzlich weniger probleme mit anderen personen umzugehen
ob das einen zusammenhang hat?
bacio
heifen:sunny:

Gipsy ( gelöscht )
Beiträge:

30.10.2008 17:57
#3 RE: AUTISMUS bei Erwachsenen bleibt häufig unerkannt antworten

Hallo Heidi,

ich denke schon, dass es da einen Zusammenhang gibt...ganz allgemein fällt einem ja geradezu ins Auge, dass psychische Erkrankungen, die etwas mit "in sich Gekehrtheit" oder "in sich zurückgezogen sein" bei Männern häufiger auftritt als bei Frauen.

Zudem ist es ja nicht so, dass es sich nur um ein paar mehr männlicher Erkrankter handelt, sondern gleich um das Fünffache derer, die an Autismus erkranken...da springt einem der Zusammenhang ja nahezu ins Auge!

Zitat aus dem Artikel:

...Zudem fällt es Menschen mit einer autistischen Störung häufig schwer, mit anflutenden emotionalen Reizen und Sinneseindrücken umzugehen
------------------------------------------------------------

Das könnte man ja schon als "typisch männliche Eigenschaft" bezeichnen...grundsätzlich tun die sich ja schwerer mit Gefühlen, die nach außen (oder sonstwohin) transportiert werden sollen...gottlob ist nicht jeder Mann gleich ein Autist, der solche Eigenschaften aufweist...

Aber einen Zusammenhang zwischen dieser, ich nenne es mal: "Schwertuerei in Sachen Innenleben" und der extrem hohen Zahl männlicher Autisten bzw., Männer mit autistischenSymptomen, ist ganz bestimmt gegeben!

Lieben Gruß,
Gipsy

:Zartheit: für Dich

Übrigens gibt es ganz sicher auch eine Menge Frauen, die sich sehr schwer tun, ihre Gefühle zu zeigen...das nur so nebenher!

 Sprung  
Xobor Xobor Forum Software
Einfach ein eigenes Forum erstellen