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und wurde 304 mal aufgerufen
 °° Epilepsie allgemein °°
Bernd ( gelöscht )
Beiträge:

11.08.2008 17:25
RE: Krampfleiden - Epilepsie? antworten

Hallo,

da die Ärzte zur Zeit leider keine Idee haben, woran ich überhaupt leide, habe ich beschlossen, Euch mein Krankheitsbild vorzustellen. Es wäre schön, wenn Ihr Eure Ideen äußert, Danke schon mal im voraus!

Zu meiner Person:
26 Jahre, männlich, Normalgewichtig, Nichtraucher, wenig Alkoholkonsum, keine Drogen

Seit meiner Kindheit treten bei mir öfters Krampfanfälle auf: Manchmal mehrmals täglich, manchmal über viele Tage oder Wochen gar nicht. Ich habe dies bis Anfang des Jahres ignoriert, habe aber im April, als ich eine erneute Phase mit recht häufigen Krämpfen hatte beschlossen, dem Problem ENDLICH nachzugehen, da ich semi-professioneller Musiker bin, und auf jeden Fall Anfälle in einer Konzertsituation ausschließen muss.

bisherige Untersuchungen:
EEG, CT (mit Kontrastmittel), Blutbild: keine Befunde (eine Epilepsie ist angeblich ausgeschlossen)

Anfallsauslöser:
Generell scheinen sich mehrtägige Phasen der "Anfallsbereitschaft" von Phasen, in denen ich mich vollkommen "normal" fühle abzuwechseln; während der Phasen mit fühlbarer Anfallsbereitschaft habe ich bereits beim Aufwachen ein unterschwelliges Gefühl der "Empfindlichkeit"/ "Nervosität"/ "Erregung" (schwer genau zu beschreiben) im linkes Fuß; an diesen Tagen ist es dann sehr wahrscheinlich, dass ein Krampf auftritt

Die Anfälle können ausgelöst werden bei Stimulation vor allem des linken Fußes, seltener auch des rechten Fußes; Stimuli sind: v.a. Muskelanspannung, aber auch Krümmung des Fußes, schnelle Bewegungen, manchmal auch leichtere Berührungen (z.B. nach dem Sitzen aufstehen und auf den Boden treten)

Anfallsablauf:
Die Anfälle laufen grob immer gleich ab; generell gilt: ein Stimulus im linken Fuß löst Krämpfe in meiner linken Körperhälfte aus, ein Stimulus im rechten Fuß Krämpfe in der rechten Körperhälfte. Die jeweils unbetroffene Körperhälfte bleibt normal funktionsfähig. Sprechvermögen/Bewußtsein bleiben normal. Die Gesamtdauer des Anfalls liegt eigentlich immer bei ca. 10-12 Sekunden. Die Krämpfe in der linken Körperhälfte sind etwas stärker ausgeprägt und laufen immer so ab.
Nachdem ein auslösender Stimulus ausgeübt wurde, "spüre" ich zunächst für einige Sekunden, dass der Anfall ausgelöst wurde, bevor die eigentlichen Krämpfe einsetzen.
Dann beginnen: 1) scharrende Fußbewegungen
2) ein Anwinkeln des Unterarms
3) ein Nach-innen-knicken der Hand
4) ein Abspreizen des Daumens
5) eine extrem leichte Sehveränderung (etwa vergleichbar mit "Sternchensehen" bei schlechtem Kreislauf)
6) ein leichter Krampf der Halsmuskulatur

Die Symptome können mal etwas stärker, mal etwas schwächer ausfallen, sind aber immer identisch.

Bei totaler Entspannung während eines Anfall sind die Krämpfe auch sehr schwach bis gar nicht ausgeprägt und äußern sich dann primär in einer vorübergehenden Bewegungsunfähigkeit. Umgekehrt setzen die Krämpfe an den Extremitäten stärker ein, wenn ich versuche, gezielte Bewegungen mit den Betroffenen Gliedmaßen auszuführen.

Anfallsschwelle:
Manchmal ist ein Anfall auch schon fast da, baut sich also langsam auf, kann dann jedoch durch starkes Niederdrücken des Fußes auf den Boden wieder zurückgedrängt werden (vor Einsetzen der Krämpfe). Manchmal scheine ich auch kurz vor dem Einsetzen des Anfalls durch Abbrechen des Stimulus den Anfall abwenden zu können. Dann fühlt es sich wie ein kleiner Adrenalinstoß in meinem Körper an und oft ich konnte danach einen leichten Schweißausbruch an den Handflächen feststellen.

Also, wie gesagt, ich würde mich freuen, wenn jemand eine Idee, einen Rat oder ähnlich hätte.

Grüße, Bernd

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