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Gipsy ( gelöscht )
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07.03.2008 16:22
RE: EXPOSITIONSTRAINIG GEGEN ZWANGSHANDLUNG Antworten

::::: EXPOSITIONSSTRAINING IST EINE WIRKSAME METHODE ZUR BEHANDLUNG VON ZWANGSSTÖRUNGEN :::::

Bei der Behandlung von Zwangsstörungen ist es ein wichtiger Teil der Therapie, den Patienten gezielt Situationen auszusetzen, die bei ihm die Zwänge auslösen. Zeil dieser Methode ist die unmittelbare Erfahrung des Patienten, dass seine Befürchtungen nicht eintreten.


Waschzwang gehört zu den häufigsten Formen einer Zwangsstörung

Die Konfrontation von Menschen, die unter einer Zwangsstörung leiden, mit Situationen, die bei ihnen das Zwangsverhalten auslösen, ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie.
"Ziel des Expositionstrainings ist die Erfahrung des Patienten, dass die von ihm befürchteten Konsequenzen bei der Unterlassung eines Zwangsrituals nicht eintreten", erklärt Dr. Frank Bergmann, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN). "So lernt beispielsweise ein Patient, der befürchtet, sich beim Berühren einer Türklinke mit HIV zu infizieren, dass seine Angst auch nachlässt, wenn er den Spannungszustand nicht sofort durch Händewaschen abbaut."
Der Patient erlebt dabei, dass die innere Anspannung im Verlauf der Expositionsbehandlung immer schwächer wird. Diese Symptomreduktion motiviert den Patienten zu weiteren Therapieschritten.
"Die verhaltenstherapeutische Behandlung mit Expositionsübungen kann durch eine medikamentöse Therapie mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) unterstützt werden. Diese Kombination beider Behandlungsprinzipien ist häufig am günstigsten", empfiehlt der Aachener Psychiater und Psychotherapeut.

Meist setzt sich das Beschwerdebild von Menschen mit einer Zwangserkrankung aus Zwangsgedanken und Zwangshandlungen zusammen.
"Neben einer Angst vor Verschmutzung drehen sich Zwangsgedanken oftmals um Unfälle und Erkrankungen, die den Betroffenen oder ihm nahe stehende Personen bedrohen sollen", erklärt Dr. Bergmann. "Auch sexuelle Inhalte, wie als pervers empfundene Gedanken oder aggressive Vorstellungen, wie sich selbst oder Andere mit einem Messer zu verletzen, sind häufig, ohne dass es jemals zu einer Ausführung dieser Zwangsideen kommt."

Zwangshandlungen wie Reinigungsrituale, Wiederholungs- und Kontrollzwänge dienen in der Regel dazu, Zwangsvorstellungen zu neutralisieren und die durch sie hervorgerufene Anspannung abzubauen. "Die Zwangsrituale können sehr zeitaufwändig und Kraft raubend werden, so dass sie dem Betroffenen ein normales Leben zunehmend unmöglich machen. Daher sollten Menschen, die belastende Zwangssymptome bei sich bemerken, nicht zögern einen Psychiater oder Psychotherapeuten aufzusuchen", rät Dr. Bergmann.

Zwangsstörungen sind mit 1-2% Betroffenen in der Bevölkerung eine der häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Etwa 95% der Zwänge entwickeln sich vor dem 40. Lebensjahr.

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www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de
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