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 ~° Medizinisches Wissen - Neurologie °~
Gipsy ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2008 13:22
RE: !°! Mögliche Vorboten einer Depression !°! antworten

Unspezifische körperliche Beschwerden können Vorboten einer Depression sein

Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Energielosigkeit können erste Anzeichen einer einsetzenden Depression sein. Diese Frühzeichen können nach belastenden Ereignissen oder auch ohne Anlass auftreten.





Einer Depression gehen neben einer gedrückten Stimmungslage oftmals unspezifische körperliche Frühsymptome voraus. "Häufige erste körperliche Anzeichen sind Kopf- oder Gliederschmerzen, Schlafstörungen und ständige Energielosigkeit", erklärt Prof. Frank Schneider, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN).

"Diese Frühsymptome können als Reaktion auf belastende Ereignisse oder auch ohne Anlass auftreten und sich über Wochen und Monate zu einer depressiven Episode ausweiten." Viele depressive Patienten, die unter einer gedrückten Stimmung, Lustlosigkeit und erhöhter Reizbarkeit leiden, sind sich nicht darüber bewusst, dass es sich um eine seelische Störung handelt. Menschen in ihrer Umwelt und auch die Betroffenen selbst glauben, dass sie sich nicht genügend anstrengen oder zusammenreißen würden.

"Um zu verhindern, dass sie in einen Teufelskreis geraten, sollten die Betroffenen und auch Angehörige frühzeitig psychiatrisch-psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen", rät der Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Aachen.

Eine Depression entsteht durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren.

"Neben einer genetischen Veranlagung können lebensgeschichtliche Faktoren wie der frühe Verlust eines Elternteils oder aktuelle belastende Ereignisse wie die Trennung vom Partner zu einer depressiven Erkrankung beitragen", erläutert Prof. Schneider. Mit modernen Methoden lassen sich Depressionen meist wirksam behandeln und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verbessern.

"Die Grundlage der Behandlung sind die Durchführung einer Psychotherapie und der Einsatz antidepressiver Medikamente beziehungsweise die Kombination beider Maßnahmen", empfiehlt der Aachener Psychiater und Psychotherapeut.

Man schätzt, dass in Deutschland derzeit 4 Millionen Menschen an einer Depression leiden. Depressive Erkrankungen kommen in jedem Lebensalter vor, der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 30. und dem 40. Lebensjahr.
Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.


aus: neuropsychoimnetz
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Eine unfassbar hohe Zahl, die mir zwar nicht neu ist, mich aber dennoch immer wieder aufs tiefste bestürzt!
Vielleicht ginge es vielen Betroffenen sehr viel schneller wieder sehr viel besser, wenn sie ohne große Umwege und Sucherei direkt an einen kompetenten Facharzt kämen.
Denn gerade in einer akuten Depression ist der Betroffene natürlich kaum in der Lage, konsequent und immer wieder zu versuchen, einen - ihrer Persönlichkeit entsprechenden - Mediziner ausfindig zu machen.
Und ohne Vertrauen geht hier ja mal gar nichts...
Dieser könnte o.g. Therapieform unverzüglich beginnen und der grauenvolle Leidensweg dieser Menschen müsste sich nicht derart in die Länge ziehen, wie das zweifellos bei vielen - wenn nicht den meisten - der Fall ist!

Gipsy

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