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 ~° GESUND LEBEN - GESUND SEIN °~
Gipsy ( gelöscht )
Beiträge:

25.01.2008 12:48
RE: ** Immer erkältet? Nie richtig gesund? ** antworten

............ IMMER ERKÄLTET - NIE RICHTIG GESUND .............


Eine Erkältung dauert im Schnitt etwa 14 Tage. Bei vielen Menschen werden Erkältungsbeschwerden jedoch zum "Normalfall", Husten, Schnupfen, Heiserkeit ständige oder immer wiederkehrende Begleiter.





Heike G. hat seit Wochen Halsschmerzen, meist kommen sie abends oder nachts, gegen Morgen klingen sie wieder ab. Sie fühlt sich nicht richtig krank, ist aber ständig müde und abgeschlagen und kann sich auf der Arbeit schlecht konzentrieren. Ihre Hausärztin untersucht sie gründlich, kann jedoch keine Ursache finden. Nachdem sie sich ausführlich mit ihrer Patientin unterhalten hat, stellt sie heraus, dass Frau G., Mutter von zwei kleinen Kindern, chronisch überlastet ist. Sie rät ihr zu mehr Ruhe, zu einem täglichen Mittagsschlaf und mehr Bewegung an der frischen Luft. Nach einer Woche sind die Beschwerden weg.

Für Dr. Frank Althof, Hals-Nasen-Ohren-Arzt am Facharztzentrum Medicum in Wiesbaden, ist dieses Beschwerdebild nichts Ungewöhnliches. "In diesem Jahr kommen besonders viele Patienten in die Praxis, die über lang anhaltende oder immer wiederkehrende Erkältungsbeschwerden klagen: Die Patienten fühlen sich müde und abgeschlagen, haben seit Wochen Reizhusten, Halsschmerzen, Kopfschmerzen oder Schnupfen. Viele sind dauerhaft verschleimt, müssen sich ständig räuspern oder haben das Gefühl, dass der Schleim den Rachen herunterläuft. Gerade bei diesen Patienten heizt die permanente Reizung durch das Räuspern und Hüsteln die Schleimproduktion weiter an - ein Teufelskreislauf."


Oft eine Frage des Lebensstils



Perfekte Erkältungsprophylaxe: regelmäßige Spaziergänge

Dass uns Erkältungsviren plagen, ist in den Herbst- und Wintermonaten nichts Ungewöhnliches. Immerhin gibt es über 200 verschiedene Arten, die wir uns tagtäglich "einhandeln" können. Wichtig ist allerdings, ihnen keine optimalen Lebensbedingungen zu bieten, also vor allem darauf zu achten, dass die Schleimhäute nicht austrocknen. Das bestätigt auch Frank Althof:
"Wenn ich meine Patienten nach ihren Lebensumständen frage, stellt sich oft heraus, dass die Betroffenen sich ständig in stark klimatisierten oder überheizten Räumen aufhalten und viel zu selten an die frische Luft gehen. Das führt dazu, dass die Schleimhäute austrocknen und für Krankheitserreger angreifbar werden.

Ein weiteres großes Problem: Viele trinken zu wenig. Das begünstigt die Austrocknung der Schleimhäute weiter. Es kommt außerdem zu einer Verdickung des Schleims in den Bronchien. Zäher Schleim kann nicht abfließen und bietet auch Bakterien einen optimalen Nährboden."



Im Fokus: das Immunsystem

Viele, die unter ständigen Erkältungen leiden, sind sich gar nicht bewusst, dass sie gerade im Herbst und im Winter ihren Körper zu wenig bei der Infektabwehr unterstützen. Die meisten schlafen zu wenig, bewegen sich nicht genug und achten nicht auf eine ausgewogene Ernährung. Kommt dann noch beruflicher oder auch privater Stress hinzu, hat das Immunsystem oft keine Chance mehr, die Erreger abzuwehren.
Überhaupt spielt auch die Psyche eine wichtige Rolle bei der Infektabwehr: Menschen, die sich ständig überfordern und stark überhöhte Erwartungen an ihre Leistungsfähigkeit haben, stehen unter psychischem Dauerstress und beeinträchtigen damit auch ihr Immunsystem.

"Nicht zuletzt sind es oft Raucher, die mich aufsuchen, weil ihre Erkältung nicht abklingt", so Frank Althof. "Rauchen beeinträchtigt aber ganz erheblich das Immunsystem. Noch dazu schädigt es die Schleimhäute so stark, dass sie angreifenden Erkältungsviren keinen Widerstand mehr entgegensetzen können. Die meisten Raucher geben leider nicht einmal während einer Erkältung ihre Sucht auf."


Den Ursachen auf die Spur kommen



Wer über längere Zeit an Erkältungsbeschwerden leidet, sollte einen Facharzt aufsuchen.


Der Arzt kann also oft schon in einem persönlichen Gespräch klären, ob ein "schlechtes" Gesundheitsverhalten die dauerhaften Beschwerden auslöst. Ist das nicht der Fall, können verschiedene Blutuntersuchungen (großes Blutbild, Bestimmung der Entzündungsparameter im Blut, Schilddrüsenwerte) Aufschluss über mögliche Ursachen geben. Bei begründetem Verdacht auf eine Immunschwäche können auch die Immunglobuline im Blut bestimmt werden.

Diese Untersuchungen können in der Regel vom Hausarzt vorgenommen werden. Der Besuch bei einem Facharzt (HNO) wird dagegen nötig bei:

* stechendem Kopfschmerz über längere Zeit (Verdacht auf Nebenhöhlen- oder Stirnhöhlenentzündung)

* Halsschmerzen tief im Kehlkopfbereich (mögliche Kehlkopfentzündung)

* Heiserkeit über 10 Tage

* Schnupfen, Husten, Halsschmerzen über 14 Tage ohne wesentliche Besserung (z.B. Verdacht auf Allergie)

* trockenem, bellendem Husten über 14 Tage (z.B. Keuchhusten)


Der Facharzt hat die Möglichkeit per Ultraschall zu klären, ob z.B. die Nasennebenhöhlen betroffen sind oder über eine Endoskopie den Herd der Erkrankung zu finden.


Wenn mehr dahinter steckt

Aber nicht immer sind die chronischen Beschwerden auf Erkältungsviren oder Bakterien zurückzuführen. "Oft steckt auch eine unerkannte Allergie dahinter, wenn Schnupfen oder Halsschmerzen über längere Zeit einfach nicht verschwinden wollen. Besonders häufig geht es dabei um eine Hausstauballergie oder eine Allergie gegen Schimmelpilze", so Frank Althof. "Aber auch schwer wiegende Erkrankungen sind letztlich nicht ausgeschlossen, z.B. eine chronische Bronchitis, Diabetes oder sogar Blutkrebs (Leukämie)."


Was kann man vorbeugend tun?



* Durchblutung und Abhärtung: Eine gut durchblutete Atemwegsschleimhaut schützt vor dem Angriff von Erkältungsviren. Geeignete Maßnahmen sind beispielsweise heiße Bäder mit Kräuterzusätzen (z.B. Thymian oder Pfefferminzöl), regelmäßige Saunabesuche oder heiße und kalte Kneippgüsse. Gehen Sie regelmäßig spazieren, aber achten Sie darauf, keine kalten Füße zu bekommen.

* Seelenpflege: Stress, Hektik und seelische Probleme machen dem Immunsystem zu schaffen. Gönnen Sie sich öfter eine Auszeit und entspannen Sie sich ganz bewusst (z.B. Progressive Muskelentspannung nach Jakobson, Yoga oder Autogenes Training; manchmal hilft auch schon der "gute alte" Mittagsschlaf)

* Grippeschutzimpfung: Die Impfung schützt nicht nur vor Grippe, bei Geimpften geht auch die Infektanfälligkeit zurück, weil generell das Immunsystem stimuliert wird.

* Akupunktur: Wird als Verfahren auch prophylaktisch eingesetzt, um das Immunsystem zu stimulieren. Dafür sind 3-5 Sitzungen nötig. Interessierte sollten vorher bei ihrer Krankenkasse wegen der Kostenübernahme nachfragen.


Auskurieren: Mut zur Muße




Auch wenn's schwer fällt: Bei einer Erkältung sollte man sich schonen.

Und letztlich ist auch das vollständige Auskurieren einer Erkältung die beste Prophylaxe.
Denn aus jeder akuten Erkältung kann sich bei nicht vollständiger Ausheilung eine Erkältungsanfälligkeit entwickeln, die möglicherweise in eine chronische Erkältung übergeht.

Das bestätigt auch Dr. Althof:
"Viele meine Patienten wollen gegen meinen Rat nicht krank geschrieben werden – meist aus beruflichen Gründen, weil sie Angst um ihre Arbeit haben. Trotzdem kann ich aus ärztlicher Sicht nur den Rat geben, auch eine harmlos erscheinenden Erkältung auszukurieren. Die Betroffenen sollten möglichst zuhause bleiben, viel schlafen und spazieren gehen, viel trinken und inhalieren. Erst wenn man fieberfrei ist, die Erkältungssymptome abgeklungen sind und man sich nicht mehr matt fühlt, sollte man den normalen Alltag wieder aufnehmen."

Ina Mersch
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www.ard.de
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Sehr informativ, aber eigentlich alles nichts neues! Das Problem liegt wohl vielmehr darin, sich an diese Dinge nicht zu halten - wider besseren Wissens...hm!

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