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Gipsy ( gelöscht )
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20.01.2008 22:28
RE: :: PHOBIEN :: - Ein Leben in Angst Antworten

............... PHOBIEN - EIN LEBEN IN ANGST .................

Ekel vor Spinnen, ein flaues Gefühl beim Zahnarztbesuch, schweißnasse Hände beim Fliegen - bei vielen Menschen lösen bestimmte Dinge oder Situationen Unbehagen aus. Sind diese Ängste ins Krankhafte gesteigert, spricht man von einer Phobie - und ein normales Leben ist für die Betroffenen häufig nicht mehr möglich.


Phobiker führen ein Leben in Angst.
© dpa


Ein gewisses Maß an Angst ist überlebenswichtig und schützt den Menschen vor Leichtsinn in gefährlichen Situationen.
Phobien (abgeleitet vom altgriechischen "phobos" = Angst oder Furcht) hingegen sind irrational, unbegründet und krankhaft. Den Betroffenen ist dies oft selbst klar, allerdings stellen sie sich ihren Ängsten in den wenigsten Fällen. Sie meiden deren Ursachen, indem sie beispielsweise das Haus nicht mehr verlassen, eine Arbeitsstelle in einem hohen Gebäude nicht antreten oder im Krankheitsfall nicht zum Arzt gehen - sie legen ein so genanntes Angstvermeidungsverhalten an den Tag.

Dabei sind Phobien in den allermeisten Fällen gut zu behandeln. Häufig kommt die Verhaltenstherapie zum Einsatz, bei der die Betroffenen mit der Ursache der Phobie konfrontiert werden. Arachnophobiker nehmen also Spinnen auf die Hand, Aviophobiker werden in einen Flugsimulator gesetzt und Glossophobiker müssen öffentlich eine Rede halten. Aber auch Entspannungsverfahren und Medikamente können helfen. Die Therapiemöglichkeiten sind von Fall zu Fall unterschiedlich.

Die Ursachen von Phobien hingegen sind noch weitgehend unbekannt. Eine Deutungsmöglichkeit liefert die Psychoanalyse. Sie besagt, dass der Betroffene eine innere Angst nach außen verlagert - die eigentliche Angst wird verdrängt und auf ein Objekt oder eine Situation projiziert.

Ein weiteres Entstehungsmodell ist der Lerntheorie entliehen. Hierbei hat der Phobiker seine Angst im Laufe des Lebens erlernt, es erfolgt die so genannte Konditionierung. Außerdem gehen Forscher davon aus, dass auch eine genetische Disposition vorliegen muss. In einem Punkt sind sich die Wissenschaftler jedoch einig: Bei der Entwicklung einer Angststörung wirken zumeist mehrere Faktoren zusammen.

Man unterscheidet zwischen den folgenden drei Phobiekategorien:

* Soziale Phobien: Angst im Zusammenhang mit anderen Menschen und deren Gesellschaft.

* Spezifische Phobien: Angst vor bestimmten Dingen oder Situationen.

* Agoraphobie: Angst davor, in der Öffentlichkeit in eine peinliche oder gefährliche Situation zu geraten, aus der man sich aus eigener Kraft nicht wieder befreien kann.

Insgesamt sind mehr als 400 Phobien dokumentiert, man geht davon aus, dass in Deutschland zwischen 10 und 20 Prozent der Bevölkerung an einer Angststörung leiden. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Genaue Zahlen sind allerdings schwer zu ermitteln, da viele Betroffene gar nicht erst Hilfe suchen.

www.lifeline.de

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