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Gipsy ( gelöscht )
Beiträge:

13.01.2008 22:19
RE: Keine Scheu vorm Psychiater bei seelischem Leid antworten

Bei seelischen Problemen sollten man einen Besuch beim Psychiater nicht scheuen

Menschen mit seelischen Problemen sollten nicht zögern, die Hilfe eines Psychiaters in Anspruch zu nehmen. Die meisten psychischen Störungen können sehr wirksam behandelt werden. Aus Angst vor Vorurteilen suchen immer noch viele von seelischen Leiden Betroffene erst spät ärztliche Hilfe.


"Spiegel der Seele"

Menschen, die unter seelischen Beschwerden leiden, brauchen sich in keiner Weise schämen, wenn sie einen Nervenarzt oder Psychiater aufsuchen.
"So wie der Kardiologe der Experte für Herz und Kreislauf ist, sind Nervenärzte, Psychiater und Psychotherapeuten Fachärzte für Gehirn und Psyche", betont Dr. Frank Bergmann, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN).
"Leider ist der Besuch beim Psychiater noch immer vielfach mit Ängsten und Vorurteilen verbunden, weil Menschen mit psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft oftmals noch immer als verrückt abgestempelt oder nicht für voll genommen werden."

Dies hält viele Betroffene davon ab, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und sie bleiben oftmals mit ihrem seelischen Leid allein. Psychische Beschwerden sind keine Einbildung, sie sind genauso vorhanden wie körperliche Symptome.
"Häufig sind bei seelisch erkrankten Menschen bestimmte Stoffwechselprozesse im Gehirn gestört und nachteilige Verhaltensmuster eingeprägt. Psychische Störungen sind durch Psychotherapie oder Medikamente sehr gut behandelbar", erklärt Dr. Bergmann. "Je früher die Erkrankung diagnostiziert wird, desto besser kann man sie in den Griff bekommen."

Obwohl psychische Erkrankungen sehr häufig sind – 31% der Bevölkerung in Deutschland leiden jährlich an einer seelischen Störung – wird darüber aus Angst vor Vorurteilen sehr viel seltener gesprochen als über körperliche Beschwerden.
"Nur jeder vierte Patient mit einer psychischen Erkrankung erhält eine Therapie. Solch eine niedrige Behandlungsrate gibt es in keinem anderen Bereich der Medizin", sagt Dr. Bergmann, der in Aachen als niedergelassener Nervenarzt, Psychiater und Psychotherapeut tätig ist.

"Menschen mit anhaltender Freudlosigkeit, Ängsten oder Währnehmungsstörungen sollten daher nicht zögern, zum Psychiater zu gehen, um frühzeitig eine für sie geeignete Therapie zu erhalten."

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www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de
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Eigentlich kaum vorstellbar, dass es auch heute noch so zu sein scheint, dass auf der seelischen Erkrankung dieses Stigma zu haften scheint...man könnte doch meinen, es sei aktuell eher "schick" sich zu einem "Seelendoktor" zu begeben - wo doch sonst auch immer alles "in" ist, was aus Amiland kommt...

...und dort hat doch augenscheinlich jeder, der was auf sich hält, seinen eigenen, persönlichen "Psychoberater".
Jedenfalls dachte ich das immer.

Aber mal ernsthaft:
Inzwischen sollte es doch auch bis in die entfernteste Gehirnzelle eines Jeden bekannt sein, dass es sich bei seelischen Erkrankungen nicht um Spleens oder Launen derjenigen handelt, sondern um medizinisch nachweisbare Diagnosen (siehe Stoffwechselstörungen ect.)

Offensichtlich scheint das Problem zu sein, dass man das seelische Leid schlichtweg nicht sieht, und was Mensch nicht sieht, das kann auch nicht da sein...


Gipsy

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