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Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 252 mal aufgerufen
 ~°~ SOZIALES in Kindheit und Jugend ~°~
Gipsy ( gelöscht )
Beiträge:

15.12.2007 17:02
RE: Wieviel ° Christkind ° darf sein... antworten




WIE VIEL CHRISTKIND DARF SEIN?


Welche Kinder an das Christkind oder den Nikolaus glauben, hängt von ihrer Familie ab.
Finden Eltern Gefallen an märchenhaften Weihnachten, sind Bräuche üblich und unterstützen sie fantasievolle Kindergeschichten, dann lassen Eltern ihre Kinder auch gerne an das Christkind oder den Nikolaus glauben.
Doch liegt es im Ermessen der Eltern, ob sie an diesen Bräuchen festhalten wollen. Kleine Kinder entwickeln immer eine eigene Fantasiewelt, auch ohne den Nikolaus, den Osterhasen oder das Christkind.
Kinder scheinen Märchen und Geschichten zu brauchen, in die sie sich hineindenken können. Im Vorschulalter gehen Realität und Fantasiewelt noch ineinander über, es herrschen keine exakten Grenzen.
So sehen Kinder beispielsweise auch keinen Widerspruch darin, dass es nur einen Nikolaus gibt, aber tausend Weihnachtsmänner in der Vorweihnachtszeit in den Warenhäusern Geschenke verteilen.


MIT DEM SCHULALTER WIRD DIE FANTASIEWELT KLEINER

Mit zunehmendem Alter nimmt dann die Fähigkeit kausalen Denkens zu und damit der Glaube an Märchen ab. Das Christkind, der Nikolaus und der Osterhase haben so lange überlebt, da Kinder und zum Teil auch Erwachsene gerne in eine Märchenwelt eintauchen. Eltern können am besten beurteilen, wann ihr Kind "die Wahrheit" braucht oder ein Märchen will.
Bei Fragen sollten sie nicht lügen, aber auch nicht gewaltsam die Fantasiewelt des Kindes zerstören. Ein Großteil der Kinder findet selbst "die Wirklichkeit" über das Christkind und den Nikolaus heraus. Auch die schonungslose "Aufklärung" durch Gleichaltrige erschüttert kleine Nikolausanhänger nicht, wenn sie in einem liebevollen und vertrauensvollen Umfeld aufwachsen.



URSPRÜNGLICHE BEZÜGE GEHEN VERLOREN

Eine Umfrage unter 6- bis 12-jährigen Kindern macht deutlich, wie wenig Kinder heute noch über den Ursprung von Weihnachten wissen. Demnach wussten nur 39%, warum Weihnachten gefeiert wird. Bei den 10- bis 12-Jährigen bedauerte jedes dritte Kind, dass z.B. die Geschäfte schon Monate vor Weihnachten festlich dekoriert sind.

Für 18% der Befragten wurde Weihnachten z.B. gefeiert, weil der Nikolaus gestorben ist oder weil Ferien sind und die Oma kommt, oder damit die Kaufhäuser mehr verkaufen.

Die Begegnung mit dem Nikolaus bzw. Santa Claus scheint für die meisten amerikanischen Kinder mittlerweile sogar nichts Besonderes mehr zu sein. Vermutlich ist es zu einer "Inflation" von Nikoläusen gekommen.

Laut einer aktuellen amerikanischen Studie zeigten 82% der 300 untersuchten Kinder keine Gefühlsregungen bzw. waren nicht aufgeregt, als sie an der Reihe waren, um bei Santa Claus vorzusprechen.

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Quellen:
Psychol Rep., CMAJ, Grazer Woche, Berliner Zeitung
www.kinderaerzteimnetz.de
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Traurige Realität?
Einfach nur Realität?
Logische Konsequenz des Konsums?
Sind Kinder heute eben einfach anders als früher?

Die Tatsache, dass die Geschäfte schon Monate vor Weihnachten festlich dekoriert sind, empfinden die meisten Kinder als "bedauerlich", es mißfällt ihnen schlicht.
Möglicherweise liegt darin des Pudels Kern begraben, b.z.w. finden sich hier einige der Antworten auf oben gestellte Fragen...ich denke, das ist nicht zu unterschätzen.
Wie soll man - gerade als Kind - über einen Zeitraum von mehreren Monaten eine feierliche Stimmung aufrecht erhalten?
Man denke nur an sich selbst und schon wird klar, wie schwer das ist...trotz aller "logischen" Argumente, warum das so ist/sein muss die mir allerdings bei allem Nachdenken nicht einfallen wollen...

Gipsy
:santa
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