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 °° Epilepsie und Soziales °°
Gipsy ( gelöscht )
Beiträge:

22.09.2007 21:37
RE: Laufen und mehr für ein Epilepsieprojekt... Antworten

Georg Thoma

Spendenlauf vom 2. bis 30.September zu Gunsten Epilepsie erkrankter Kinder


EPILEPSIEN

Allgemeine Grundlagen:

* Unter diesem Oberbegriff werden verschiedene anfallartig auftretende, chronisch wiederkehrende Krankheiten zusammengefasst.

Nach den Durchblutungsstörungen sind die Epilepsien die häufigsten chronischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems.

* Epilepsien können in jedem Lebensalter auftreten.[/u]

* Ein epileptischer Anfall ist die unspezifische Reaktion (Antwort) des Gehirns auf einen störenden, irritierenden oder schädigenden Reiz.

* Bedeutende Staatsmänner wie Alexander der Große, Caesar und Napoleon litten an epileptischen Anfällen. Ebenso der Philosoph Sokrates, Papst Pius IX und der Maler van Gogh.

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Eine Kurzbiographie zum Menschen Georg Thoma (seiner HP entnommen):

Am 11.Januar 1963 wurde ich in Hinterzarten im Schwarzwald geboren.
Mit neun Jahren erkrankte ich an Epilepsie, eine Krankheit, die jeden treffen kann.
Ich lernte damit zu leben und führte, bis auf ein paar Ausnahmen, ein ganz normales Leben, zum Beispiel konnte ich nie alleine ins Schwimmbad und ich besitze keinen Führerschein.
Schon in meiner Jugend begeisterte ich mich für Sport, später entdeckte ich den Reiz des Fotografierens und des Reisens.
Verbinden konnte ich beides auf vielen meiner Reisen ,die mich auf mehrere Kontinente führten. Mehr darüber siehe Reisen.
Im Mai 2003 entschloss ich mich zu einer Operation bei der die Ursache der Anfälle entfernt wurde, seitdem bin ich anfallsfrei, aber leide unter einem Sehproblem (unscharfes sehen).

Das hat mich sehr belastet und durch das Laufen bekam ich wieder Freude am Leben.
Ein Jahr nach dem Eingriff lief ich den Marathon auf der Chinesischen Mauer, meinen zweiten Marathon nach 1986.
Die nächste Herausforderung war die Teilnahme am Trans Alp Run 2005. Diesen beendete ich erfolgreich.

Jetzt werde ich das Laufen mit dem Nützlichen verbinden und für die Sonnenkinder einen Spendenlauf von Hessen in den Schwarzwald machen.
http://www.sonnenkinderev.net

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Das Laufprojekt:
Text entnommen aus der Badischen Zeitung vom 22.09.07, geschrieben von Constance Frey

Georg Thoma kämpft schon ein Leben lang. Das fing bei der Geburt an. Als sein Zwillingsbruder Franz auf der Welt war, sagte der Arzt: "Frau Thoma, ich glaube da ist noch einer drin." Das war Georg, der mangels Planung kurzerhand den Vornamen seines berühmten Onkels Georg Thoma, des Hinterzartener Olympiasiegers und Weltmeisters in Nordischer Kombination, bekam.

Im Moment kämpft der 44-jährige Hinterzartener für das Projekt Sonnenkinder e.V. in Kehl. Dort soll ein Heim für Säuglinge und Kleinkinder entstehen, die aufgrund schwerer Epilepsie und begleitender Behinderungen nicht zu Hause wohnen können, weil sich Tag und Nacht jemand um sie kümmern muss.



Dafür läuft Thoma seit Anfang September insgesamt 600 Kilometer in Abschnitten von etwa 30 Kilometern täglich, vor sich einen sogenannten Babyjogger, einen dreirädrigen Wagen mit rund elf Kilogramm Gepäck. In Fulda ist er gestartet und hat in Hanau, Mannheim und Speyer Halt gemacht. Montag erreicht er Kehl. Von dort aus läuft er über Ottenheim, Rheinhausen und Breisach nach Freiburg. Am 30. September endet der Lauf in seinem Heimatort Hinterzarten. Zwei Kilo seines Gepäcks machen die Flugblätter für das Projekt aus, mit dem der 44-jährige auch über Epilepsie informiert, seinen Angaben zufolge die zweithäufigste chronische Erkrankung nach Durchblutungsstörungen.

Eigentlich, sagt Georg Thoma, merkt er erst beim Laufen, was er alles damit bewegen kann. Auch wenn das Laufen an sich schon Spaß macht, das Projekt ist im Geiste stets dabei. "Ich wollte etwas zurückgeben" , sagt er. Denn Epilepsie ist für den 44-jährigen bekanntes Terrain.

Mit neun Jahren ist er daran erkrankt. "Ich hatte unterschiedlich häufig Anfälle, mal dreimal am Tag, mal einmal in der Woche" , sagt er. Wenn er sich über etwas freute oder aufregte, wenn er müde oder gestresst war, kamen die Anfälle. 2003 unterzog sich der Sportfachverkäufer einer Hirnoperation. Seitdem ist er anfallsfrei, hat aber seit der Operation eine permanente Sehstörung.
Die neue Belastung ließ ihn an allem zweifeln. "Ich weiß nicht, ob ich ohne meine Freundin heute noch hier wäre", sagt Georg Thoma.

Mitten in dieser Krise fing er wieder an zu laufen. "Ich bin 1986 meinen ersten Marathon gelaufen, hatte aber später Knieprobleme. Wegen der Schmerzen habe ich aufgehört." Aber irgendetwas Sinnstiftendes musste her.
Also zog Georg Thoma seine Laufschuhe wieder an. Es funktionierte. "Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Operation bin ich den Marathon auf der Chinesischen Mauer gelaufen" , sagt er. Seitdem ist er zweimal den Trans Alp Run gelaufen. Woher nimmt er die Kraft, um sich bis ans Ziel zu kämpfen? "Die Energie, die ich bei meinen Anfällen verloren habe, kann ich jetzt einsetzen" , sagt Georg Thoma. Der Sport hat ihn verändert. "Ich lache viel mehr als früher" — so sehr, dass die Kollegen im Frankfurter Sportgeschäft manchmal stöhnen, Georg Thoma habe ja nur gute Laune. Die verbessert sich weiter, seit Thoma für seine Aktion unterwegs ist. Etwa, wenn Passanten spontan spenden oder Unbekannte ein Stück mitlaufen. "Es ist manchmal richtig emotional" , sagt er. Georg Thoma will in Hinterzarten nicht stehen bleiben.
Er denkt schon über den nächsten Spendenlauf nach.

Mehr Informationen über den Lauf und das Projekt unter:

www.gthoma.de

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Ich schlage Georg Thoma für das Bundesverdienstkreuz oder etwas dieser Art vor...viel mehr kann und möchte ich zu dieser großartigen Aktion eigentlich gar nicht sagen!
Eines vielleicht noch: Auf diese Weise wird vielleicht das Tabu "Epilepsie" gebrochen!
Jeder - betroffen oder nicht - kann auf seine Weise einen Beitrag dazu leisten, dass diese Krankheit aus ihrem Hinterhof-Irren-Dasein herausgeführt wird...

Gipsy

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