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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 1.318 mal aufgerufen
 ~°~ Kinder, Jugendliche und die EPILEPSIE ~°~
Gipsy ( gelöscht )
Beiträge:

12.04.2006 17:23
RE: EPILEPSIE - Besonderheiten bei Kindern antworten

Unterschiedliche Formen der EPILEPSIE bei Kindern


Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe/West-Syndrom

Bei den Blitz-Nick-Salaam(BNS)-Krämpfen, auch West-Syndrom genannt, handelt es sich um eine seltene, sehr ernst zunehmende Säuglings-Epilepsie. Sie beginnt im Alter von 2 bis 8 Monaten und betrifft besonders Jungen. Für Bruchteile von Sekunden äußern sich die Krämpfe mit heftigen Muskelzuckungen. Die Muskelzuckungen fahren wie ein Blitz durch den Körper. Dabei vollzieht dieser in der Regel folgende rasche Bewegungen: eine Beugebewegung des Kopfes und des Rumpfes, ein Auseinanderbreiten und ein anschließendes Beugen der Arme und ein Anziehen der Beine. Dieser Anfall zeigt sich am deutlichsten, wenn das Kind auf dem Rücken liegt. Wird das Erscheinungsbild des Anfalls von der Kopf- und Rumpfbeugung bestimmt und fehlen die Bewegungen von Armen und Beinen oder sind sie nur ganz gering ausgeprägt, so spricht man vom Nickkrampf. Laufen die beschriebenen Bewegungen langsamer ab und kommt es zu einem Zusammenführen der Arme vor dem Körper, so dass der Anfall an den „Salaamgruß“ erinnert, so nennt man ihn Salaamkrampf. Alle diese Krämpfe neigen dazu, mit kurzen Zwischenpausen in Serien aufzutreten, wobei Serien mit 20 bis 30 Anfällen hintereinander keine Seltenheit sind.

BNS-Anfälle werden vor allem morgens nach dem Aufwachen beobachtet. Zwischen den Anfällen weinen die Kinder häufig. Die BNS-Anfälle, bei denen sich die Kinder zusammenzukrümmen scheinen und anschließend weinen, werden deshalb häufig als Bauchkoliken verkannt. Die Prognose ist abhängig von der Hirnschädigung und meist ungünstig. Etwa 90% der betroffenen Kinder leiden an Entwicklungsstörungen.

Rolando-Epilepsie

Bei der Rolando-Epilepsie handelt sich um eine spezielle Kinder-Epilepsie zwischen dem 2. und 12. Lebensjahr. Sie zeigt sich oft im Rahmen nächtlicher fokal-motorischer Anfälle meist einer Gesichtshälfte und wird von kehligen Lauten und starker Speichelabsonderung begleitet. Es kann sich ein Krampfanfall entwickeln. Der Patient ist während des Anfalls wach. Die meisten Betroffenen leiden nur unter wenigen Anfällen und werden nach dem 15. Lebensjahr gesund. Die Prognose ist immer gut. Es gibt oft Leseschwierigkeiten, Behinderungen bleiben aber aus.

Myoklonische Anfälle

Diese generalisierten Anfälle sind durch einzelne oder wiederholte Zuckungen bevorzugt in Schultern und Armen gekennzeichnet, die schleudernde Bewegungen imitieren können. Das Bewusstsein bleibt meist erhalten Die Anfälle dauern gewöhnlich nur kurz an. Myoklonische Anfälle treten vor allem bei sehr jungen Kindern auf, insbesondere bei Neugeborenen.

Juvenile Myoklonus-Epilepsie (Impulsanfälle)

Die juvenile Myoklonus-Epilepsie beginnt in der Regel im Alter zwischen 11 und 18 Jahren. Es treten Zuckungen an Armen und Beinen meist in den frühen Morgenstunden auf. Viele Betroffene leiden auch an generalisierten Krampfanfällen, die Hälfte der Erkrankten hat Absencen. Geistige Behinderungen bleiben selten zurück. Medikamente helfen zahlreichen Patienten, anfallsfrei zu bleiben. Die Behandlung dauert oft ein Leben lang.

Lennox-Gastaut-Syndrom

Als Lennox-Gastaut-Syndrom bezeichnet man eine Kombination von Sturzanfällen, nächtlichen tonischen Anfällen und Muskelzuckungen (Myoklonien). Bei dieser Epilepsie-Form erscheinen die Anfälle in Serien, bevorzugt in Ermüdungssituationen. Das Syndrom tritt erstmals zwischen dem 2. und 7. Lebensjahr auf. Ursache ist oft ein frühkindlicher Hirnschaden bzw. ein genetischer Defekt.

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Quelle: www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de
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Seit ich diesen Bericht gelesen habe, überlege ich immerzu, ob wir bei Laura nicht die ganze Zeit von der "falschen" Epilepsieform ausgegangen sind...irgendwie scheint es eine Mischung aus verschiedenen zu sein...es ist einfach nicht eindeutig einer Epilepsieart zuzuordnen, das fiel mir schon häufiger auf!?

...da werde ich wohl noch eine Weile drüber nachzudenken haben!

Bye
:writly:Gipsy

rebecca Offline




Beiträge: 1.277

12.04.2006 21:01
#2 RE: EPILEPSIE - Besonderheiten bei Kindern antworten

10 Ärzte - 10 Diagnosen...

Remi Offline




Beiträge: 3.132

12.04.2006 21:39
#3 RE: EPILEPSIE - Besonderheiten bei Kindern antworten

Hallo Rebecca,
Nina und Laura haben als Baby´s die selben Impfungen bekommen(nur die, die für Uns unbedingt notwendig waren, wie Röteln, Hepatitis,ect.)
Nina hatte diese Kolicken, Laura nicht!
also, hier bin ich fest der Überzeugung, das diese Kolicken keine Impffolgen waren!
Eher hat es was mit der verschien
denen entwicklung des Darmsystems zu tun...

Gruß
Remi:ice:

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