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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 1.355 mal aufgerufen
 °° Epilepsie allgemein °°
Gipsy ( gelöscht )
Beiträge:

08.11.2006 13:08
RE: Präventivmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen! antworten

Präventivmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen

Es gibt Präventivmaßnahmen, das heißt, Vorsichtsmaßnahmen, die Sie im Vorfeld beachten können, damit es z. B. nicht zu einem Unfall kommt während des Anfalls z. B. beim Sturzanfall
Doch Achtung!!!
Hüten Sie sich, den Betreffenden in eine Art "Glaskäfig" zu sperren.
Die unten aufgeführten Präventivmaßnahmen, müssen individuell betrachtet werden und jeder muß selber entscheiden, inwiefern auch seine "Lebensqualität", seine Individualität oder auch Freiheit eingeschränkt werden soll! Die unten aufgeführten Maßnahmen können nur eine Richtung vorgeben, nicht mehr aber auch nicht weniger!



1. Falls sie mit dem anfallsgefährdeten Patienten / Angehörigen öfters draußen unterwegs sind, vergessen Sie niemals die Notverordnung mitzunehmen, die Sie vielleicht von Ihrem Arzt oder Ärztin bekommen haben, (Z. B. Diazepam, Rivotril etc...(dieser Punkt sollte allerdings Pflicht sein!)

2. Falls Sie mit dem Betreffenden unterwegs sind auf dem Gehsteig wäre es auch gut, wenn er nicht am Gehsteigrand, dort wo die Fahrbahn beginnt geht, sondern immer "innen" läuft, denn der Betreffende würde im Falle eines Anfalls sonst auf die Straße stürzen.

3. Bei schwer anfallsgefährdeten Menschen ist es auch von Vorteil, wenn sie denjenigen nicht unbedingt alleine eine schwere Steintreppe hinuntergehen lassen, sondern ihn vielleicht unter dem Arm einhaken, falls es zu einem Sturzanfall kommt, Sie ihn gegebenenfalls auffangen können.

4.Bei Freizeitaktivitäten, wie Fahrrad, Skateboard oder Inliner fahren, muß eine Begleitperson zu Fuß neben der Person hergehen, damit er diese, wenn es zu einem Anfall, oder einer Absénce kommt, auffangen kann.
Auch darf der Betroffene niemals alleine ein Bad nehmen, schon gar nicht im Schwimmbad ohne ständige Aufsicht im tiefen Wasser schwimmen.
Denn es reicht schon eine Absénce aus, die keine Minute dauert, um den Betroffenen in eine tödliche Gefahr zu bringen!

5. Wenn es Sie beruhigt, nehmen Sie ihr Handy mit, falls sie öfters in unwegsamen Gegenden sind z. B. in den Bergen oder so. Ansonsten im Zeitalter oder auch derzeitigem Handyzeitalter bitten Sie gegebenenfalls einen Passanten einen Notarzt zu rufen.

6. Wichtig ist grundsätzlich, dass Sie Ruhe bewahren, und den Anfall sehr gut beobachten - vielleicht erinnern Sie sich auch noch an das Anfallsprotokoll und auf die Frage in dieser homepage "Was muss ich beim Anfall alles beachten "Das Anfallsprotokoll"


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Grundsätzlich hat man in der Wohnung folgende Möglichkeiten dass sich der Anfallsgefährdete nicht verletzen kann, bzw. die Verletzungen verringert werden können.
Tipps von www.epilepsie-berlin.de


1. Bitte verzichten sie auf Möbel mit Stahlkanten

2. Kamine mit offenem Feuer sollten z.B. durch ein Gitter geschützt werden, da sich der Betreffende ansonsten nicht schnell genug aus der Gefahrenzone entfernen kann. (z.B. bei einem Grand-mal oder Sturzanfall)

3.Beim Kochen ist darauf zu achten, dass sie auf den hinteren Herdplatten arbeiten, wegen evtl. Verbrennungsgefahr/ Sturzgefahr auf den Herd. (z. B. beim Abstützen während des Anfalls.)

4. Auch sollten anfallsgefährdete Menschen grundsätzlich vorsichtig sein, Töpfe mit heißem Wasser herumzutragen. (z. B. heiße Suppen, von der Küche ins Wohnzimmer tragen...etc..)


5. Epilepsiepatienten die Rauchen, sollten sich vergegenwärtigen, dass im Anfall erhebliche Brandgefahr besteht.

6. Auch besteht natürlich die Möglichkeit, dass man während des Anfalls auf die brennende Zigarette fällt, und diese dann nicht gleich ausgeht...Verbrennungsgefahr z.B. der Haut.

7. Was das Mobiliar anbetrifft, so wäre es von Vorteil, wenn man wie bereits oben erwähnt, lieber einen runden Tisch kauft, als einen kantigen, oder eckigen Tisch, wegen der Verletzungsgefahr im Anfallsfalle.

8. Ausreichende Zahnhygiene zum Schutz vor Gingivahyperplasie (besonders bei Einnahme von Phenytoin, Phenobarbital, oder Carbamazepin. Ausserdem immer den Zahnarzt über ihre Epilepsie unterrichten.

9. Schlafen
Bettgitter, wenn häufig nächtliche Anfälle niedriges Bettgestell, Teppiche am Bettrand mindern Verletzungen.

10. Duschen/Baden
Duschen im Sitzen anstatt baden. Niedrige Festeinstellung der Wassertemperatur (wenn technisch möglich).
Niemals alleine Baden!! Ertrinkungsgefahr im Anfall!!
Erst Temperatur des Wassers prüfen, dann Dusche betreten. Rutschfester Belag der Duschwanne.
Badetüre geöffnet lassen, Angehörige informieren - eher Kunststoff- als Glasbehälter im Bad verwenden. Elektrogeräte nicht im Bad verwenden z. B. Föhn.

11. Rasieren
Elektrischen Rasierapperat einem Klingenrasierer vorziehen wegen Verletzungsgefahr (das gilt allerdings häufig auch für Nicht-Epileptiker, Anmerkung von mir...)

12. Essen
Angehörige über Verhalten beim Verschlucken aufklären
Nicht im Liegen essen
Zu heiße Speisen meiden
Sicherheitsverschlüsse beim Trinken heißer Getränke verwenden
Heiße Servierplatten vor Umfallen auf dem Tisch schützen
Stühle mit Seitenlehne verwenden (Sturzgefahr)

Quelle:www.epilepsie-netzwerk.de
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Ich schätze, Ihr seht das ähnlich wie ich: Es steht ´ne Menge "übertriebenes" Zeug mit drin, aber im großen und ganzem ist es schon so, jedenfalls für Grand Mal und Sturzgefährdete Epileptiker.

Hexe13 ( gelöscht )
Beiträge:

08.11.2006 22:03
#2 RE: Präventivmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen! antworten

etwas übertrieben?
Hallo dann kann man mich ja gleich einsperren...
Mir ist nebenbei aufgefallen, dass ich alles mache, von dem die abraten...
na ja aber die Idee ist bei einem Menschen, der jeden Tag anfälle bekommt sicherlich gut

Remi Offline




Beiträge: 3.132

10.11.2006 08:17
#3 RE: Präventivmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen! antworten

Hallo Hexe,
Du mußt überlegen, das es Menschen gibt, die ganz andere anfälle bekommen, als du oder Laura!
Ich weiß nicht, ob du dir schon einmal purzis Beitrag durchgelesen hast, was mit seinem Sohn war!
Auch dort, wo ich ein halbes Jahr gejobbt habe, war ein 14 jähriges Kind, welches die ganze Teit mit einem Helm rumlaufen mußte!
sowas sind natürlich Ausnahmefälle.
aber wenn Laura beim schwimmen im Wasser nen Krampf bekommen würde, wäre dies auch ne üble Angelegenheit!

Gruß
Remi

Hexe13 ( gelöscht )
Beiträge:

11.11.2006 23:52
#4 RE: Präventivmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen! antworten

guck dir mal meinen letzten satz an. auch wenn ich noch jung bin, bedenke ich sowas...

Remi Offline




Beiträge: 3.132

13.11.2006 12:52
#5 RE: Präventivmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen! antworten

Moin Hexe,
ich war die letzten Tage nicht allzugut drauf, dafür habe ich diesen letzten Satz vielleicht überlesen!
Ich habe mit Nati(Gypsi) meiner Frau versucht unser Pony (unseren Briad) zu duschen, da sich der Trottel in fremde Hundscheiße rumgewälzt hatte.
Das Teil wiegt mit 7 Monaten gut und gerne 25 Kg.
Dabei habe ich mir einen Bandscheibenvorfall zugezogen, und kann nun 2Tage später immer noch nur unter elendigen Schmerzen hier vorm Rechner sitzen.
Deshalb wahrscheinlich auch mein fehlender Sarkasmus.
Kannst Du mir noch einmal verzeihen?

Gruß
Remi

Hexe13 ( gelöscht )
Beiträge:

14.11.2006 23:22
#6 RE: Präventivmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen! antworten

ich denke das wird mir irgendwie gelingen *augenroll*

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