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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 869 mal aufgerufen
 °° Epilepsie allgemein °°
Luca Offline




Beiträge: 10.600

20.11.2005 23:23
RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

Epilepsie und Depressionen treten häufig zusammen auf

Forscher: Zusammenhang könnte auf eine gemeinsame Ursache hindeuten!
Zwischen Depressionen und Epilepsie könnte es einen direkteren Zusammenhang geben als bislang vermutet: Genauso wie Depressionen bei Epileptikern gehäuft auftreten, entwickeln depressive Menschen auch ungewöhnlich häufig eine Epilepsie. Dieser gegenseitige Einfluss auf das Risiko für die jeweils andere Krankheit deutet auf einen gemeinsamen Entstehungsmechanismus hin. Diesen Schluss zieht Andres Kanner von der Rush-Universität in Chicago aus den Ergebnissen mehrerer Studien, die der Forscher auf dem Jahrestreffen der amerikanischen Wissenschaftsgesellschaft AAAS in Washington vorstellte.

Schon der griechische Arzt Hippokrates hatte einen Zusammenhang zwischen Depressionen und Epilepsie vermutet. Einer der Schlüsselfaktoren bei diesem Zusammenhang könnte eine Veränderung der Gehirnchemie sein. So zeigen beispielsweise Studien an genetisch veränderten Ratten, die zu epileptischen Anfällen neigen, ungewöhnliche Serotonin-, Noradrenalin- und Dopaminspiegel im Gehirn der Tiere. Das Muster dieser Veränderungen, besonders in Bezug auf Serotonin und Noradrenalin, ähnelt dabei stark dem von Patienten, die unter Depressionen leiden.

Eine solche Störung im Neurotransmitter-Gleichgewicht könnte auch erklären, warum viele depressive Epileptiker nicht so gut auf Medikamente oder chirurgische Eingriffe reagieren wie Epilepsiepatienten ohne Depressionen, erklärte Kanner. Das hatten der Wissenschaftler und seine Kollegen bei einer Studie mit 90 Epileptikern beobachtet, bei denen ein Teil der Gehirnmasse entfernt worden war. Diejenigen, die bereits seit Jahren unter Depressionen litten, waren nach der Operation deutlich seltener symptomfrei als die anderen Probanden. Dieser Zusammenhang sollte daher bei der Auswahl der jeweiligen Therapie auf jeden Fall berücksichtigt werden, empfiehlt der Wissenschaftler.

Quelle:ddp/wissenschaft.de – Ilka Lehnen-Beyel

Gruß
Luca

Jacky ( gelöscht )
Beiträge:

21.11.2005 15:33
#2 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

Hallo Luca,

ich habe mir aufmerksam das geschriebene ueber die Depressionen, und Epilepsie durchgelesen.

Da ich selbst eine Epileptikerin bin, kann ich dies nur bestaetigen. Es gibt sehr viele Epileptiker/innen, die unter sehr starken Depressionen leiden, in Bezug gerade auf ihre Epilepsie.

Was vor allem nicht einfach ist, gerade fuer Familienangehoerige! Sehr schwieirg, diese beiden Erkrankungen unter einen Hut zu bekommen, wie denn ueberhaupt!

Ich muss selber gestehen, das ich auch Depressionen habe, und schon stationaer behandelt wurde. Doch medikamentoes, sind die Depressionen bei Epileptikern, schwer einzustellen. Gerade was die ganzen Medikamente anbelangen.

Denke, in Momenten wo es einem nicht so doll geht, immer an Menschen, die super uebelst dran sind (Krebs ect.)! Das hilft einem schon ein stueckchen, sich zu diszentieren, und nur an Erkrankungen zu denken. Denn man sollte das Leben geniessen, jede Sekunde ganz bewusst!

Liebe Gruesse

Jacky

Shamie ( gelöscht )
Beiträge:

21.11.2005 15:53
#3 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

Hallo Jacky,

Zitat:
Denke, in Momenten wo es einem nicht so doll geht, immer an Menschen, die super uebelst dran sind (Krebs ect.)! Das hilft einem schon ein stueckchen, sich zu diszentieren, und nur an Erkrankungen zu denken. Denn man sollte das Leben geniessen, jede Sekunde ganz bewusst
___________________________________________________________

Du hast sicher recht, wenn Du sagst, daß man das Leben - wann immer möglich - genießen sollte, am besten in vollen Zügen und noch besser jeden Moment...nur leider ist ja genau das dasjenige, woran Depressive kranken:
Es ist ihnen nicht möglich, das Leben zu genießen, geschweige denn, irgendetwas in vollen Zügen oder sonstwie zu leben!

Vielleicht ist es wirklich eine kleine Möglichkeit, die Tage soweit als möglich zu nutzen, die einem ein wenig leichter von der Hand gehen und an denen der Leidensdruck nicht ganz so unerträglich ist.
Vielleicht auch zu üben, sich an den schlimmen Tagen - die zweifellos in der Überzahl sind - an diese Lichtblicke zu erinnern und sich so bewußt wie möglich zu machen, daß keine Dunkelheit ewig anhält...

Aber das alles ist eben immer nur dann möglich, wenn es gerade nicht so schlimm um jenen steht, denn sonst ist ja nicht der kleinste, zaghafteste positive Gedanke möglich...
______________________________________________________________________

Ich hoffe, Dir geht es gerade im Moment nicht so schlecht...!? :sunny:
Erzähl doch etwas über Deine Epilepsie - natürlich nur, wenn Du das möchtest - wir sind reicher an Erfahrung und Wissen, je mehr Menschen uns über ihre eigene Krankheit berichten...irgendjemandem kann und wird es immer nutzen, am Leben anderer teilzuhaben, und sei es nur dadurch, das man liest, was jener zu berichten hat!

Lieben Gruß
Shamie

Luca Offline




Beiträge: 10.600

21.11.2005 23:54
#4 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

Hallo Jacky,
vom Namen her, und von der Schreibweise auszugehen, nehme ich mal an, das Du eine Frau bist.Wenn nicht, kannst Du mich ja korrigieren!
Ich habe mal ne Frage an Dich, was Deine Epilepsie, und die dazu auftretenden Depressionen angeht!
Seit wann weißt Du, das Du an Epilepsie erkramkt bist, also, wie Alt warst Du, als man diese Erkrankung bei dir festgestellt hat?
Dann kommt auch schon meine nächste Frage, wann sind bei dir die ersten Depressionen aufgetreten, an die Du Dich bewußt erinnern kannst?
Es wäre toll von Dir, wenn Du mir diese beiden Fragen beantworten könntest, und es wäre noch besser, wenn Du auf Shamies Angebot eingehen würdest, und überhaupt hier auf dem Forum was über Deine eigene Erkrankung schreiben würdest, denn vielleicht kommen durch deinen Mut auch andere dazu, hier über Ihre Erkrankung zu berichten....
Ach noch was, ich möchte Dich hier noch ganz herzlichst begrüßen, das habe ich am Anfang leider vergessen.
Ich hoffe hier noch was von Dir zu lesen..

Gruß
Luca

Hexe ( gelöscht )
Beiträge:

14.04.2006 00:37
#5 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

Hei ihr!
Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie kann ich mich in diesem Forum nicht anmelden...
na ja mich interessiert genau dieses Thema mit Depressionen und Epilepsie, denn ich hatte meinen Epikrams so ziemlich eingedämmt... ich hatte früher ein paar Anfälle (vor 3-4 Jahren), die aber durch Flimmerlicht und Schlafentzug ausgelöst wurden.
Ich bekam dann eine geringe Dosis an Medikamenten und wurde wirklich total anfallsfrei und meine EEG war auch total unauffällig...
Jetzt seitdem ich starke Depressionen, Suizidgedanken (hoffentlich ist das nicht Borderline) und SVV habe, habe ich erneut einen epileptischen Anfall bekommen... ich weiß nciht mehr weiter... es hat mich so runter gezogen...
ich kann mir das auch nciht erklären wieso... ich war 2 Jahre anfallsfrei und nun so etwas...
Das Problem: Ich hätte sehr gerne Antidepressiva und würde die Epilepsiemittelchen absetzen, weil ich durch die Hunger bekomme und zur Zeit nicht stark genug bin, dem stand zu halten und an Gewicht zugelegt habe (noch Normalgewicht, aber trotzdem) und mich das alles noch mehr runterzieht...
Ich habe auch Angst zum Epileptologen zu gehen, denn beim Blutabnehmen wird er meine Narben sehen, außerdem kann ich ihn doch nicht fragen, ob ich ein anderes Mittel bekommen kann...
Ich weiß nciht mehr weiter... ich hab totale Angst vorm Reiten bekommen und mein ganzes Leben ist wieder durcheinander gekommen... ich würd mich über irgendne Antwort freuen...
LG, Hexe
PS: Sorry, dass ich einfach das alles geschrieben hab, aber das musste mal raus...
Achja falls dich das interessiert von wegen Alter usw. musst du sagen... ich geb da Auskunft^^

Hexe ( gelöscht )
Beiträge:

14.04.2006 03:59
#6 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

so ich bins nochmal... sorry
ich kann das ja leider nicht editieren...
also ich denke nicht, dass ich borderline hab, weil ein paar suizidgedanken hab, sondern weil leider viel dafür spricht und ich will die episachen auch nciht ganz absetzen, sondern ein anderes mittel und halt antidepressiva (hat jemand damit erfahrung mit soner mische an medikamenten?)
na ja ich sollte nicht schreiben wenn ich müde bin...
gute nacht, hexe
PS: nicht böse sein wegen dem komischen doppelpost

Remi Offline




Beiträge: 3.132

14.04.2006 10:56
#7 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

Moin Hexe,
Erst einmal Hallo!
Wie alt bist Du denn überhaupt?
Bist Du schon ganz aus der Pupertät heraus?
Ich frage das deshalb, weil sich eine leichte Form der Epilepsie oft, während der Pupertätsphase legt, und danach auch ohne Medikamente nicht mehr wieder kommt!

Welches Mittel nimmst Du denn überhaupt, gegen Deine Art von Epilepsie?
Dann nochwas wichtiges, wann hat denn das mit dem angefangen, das Du Dich selber schneiden mußt, um mit zubekommen, das Du noch exestierst?

Du schreibst so viele Dinge auf einmal, als hättest Du keinen , mit dem Du darüber reden kannst.
Wenn Du möchtest, dann schreibe mir oder meiner Frau eine e-Mail( die Adressen findest du oben in der Leiste in dem Kästchen -homepage- !
Wir werden Dir dann dabei helfen, das Du Dich hier anmelden kannst.

Wenn es Dir aber egal ist, das jeder Deine Lebensgeschichte lesen kann, dann kannst Du auch so als Gast hier weiterschreiben!
Ich hoffe, Du meldest Dich noch einmal.

Gruß
Remi:sunny:

Gipsy ( gelöscht )
Beiträge:

14.04.2006 12:48
#8 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

Hallo Hexe,

ich habe, ebenso wie Remi, den Eindruck, dass Du noch ziemlich jung bist - allein Deine Art mit Worten umzugehen und alles herauszusprudeln, vermittelt mir dieses Gefühl...wobei das absolut okay ist so, das will ich damit nicht sagen, es macht nur das Durchblicken etwas komplizierter...

Mein erster Eindruck:

Ich vermute, dass Deine kurze Anfallszeit eher daraus resultierte, dass es Dir psychisch nicht gut ging und nicht gut geht!
Epileptische Anfääle stellen ein "Gewitter im Gehirn" dar und zeigen auf, dass etwas nicht stimmt...

Das gibt sich immer mal, die Wogen/Probleme/Zweifel glätten sich hin und wieder - aber im Großen und Ganzen bleiben sie bestehen und man landet immer und immer wieder an dem Punkt, an dem die Verzweiflung begonnen hat!

Du solltest Dich ganz konkret jemandem anvertrauen, am besten einem Therapeuten, der wird Dir dann auch sagen können, welche Diagnose zu stellen ist und welche Medikamente zu geben sind - diese Form von Selbstbehandlung und diese Verstrickung in Vermutungen - dem solltest Du dringend ein Ende setzen, es bringt Dich nur noch tiefer in die Misere!

Geh´zu Deinem Hausarzt, erzähl´ihm was Sache ist und laß´nichts aus, er wird Dich dann vermutlich ganz von alleine an einen geeigneten Psychologen oder Psychiater überweisen - das ist keine Schande, das ist einfach notwendig, wenn Du wieder auf die Füße kommen möchtest!

---------------------------------------------

Und noch was zum Anmeldeprocedere:
Du kannst Dich hier nur mit einem Passwort anmelden, wir werden Dir dieses zuschicken, sobald Du einen von uns kontaktiert hast, ist zur Sicherheit der Mitglieder einfach besser so...es gibt schon eine Menge eigentümlicher Gestalten im Netz...


Meld´Dich wieder!
Bis dahin,
lieben Gruß
:writly:Gipsy

Hexe ( gelöscht )
Beiträge:

14.04.2006 13:20
#9 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

Ja nee ich hab' dann doch lieber 'ne Email geschrieben, denn so ganz öffenlich muss das ja nun auch nicht sein...
Ja, ich bin nicht die Älteste, aber dass ich so kompliziert geschrieben habe, liegt daran, dass ich einfach selbst den Überblick über das alles verloren habe...
Aber wenn ich denn auch mal Mitglied in diesem Forum bin, kann ich das ja nochmal besser beschreiben...
LG

Gipsy ( gelöscht )
Beiträge:

14.04.2006 15:01
#10 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

Hi Hexe,

nee, ich hab´doch nicht gesagt, dass Du kompliziert geschrieben hast!

Ich schrieb "herausgesprudelt" - das ist etwas ganz anderes und eigentlich auch durchaus positiv zu bewerten...aber als festes Mitglied wirst Du Dich wohl sicherer fühlen, da Du im geschützten Bereich schreiben kannst und dort wirklich keinerlei Hemmungen an den Tag legen mußt!

Außerdem möchte ich Dir noch sagen, dass Du auf jeden Fall genau so schreiben sollst, wie Dir der Schnabel gewachsen ist - nur nicht ewig über Sätze nachdenken, dann sind sie nicht mehr von Dir...

Bis später
:writly:Gipsy

Hexe ( gelöscht )
Beiträge:

14.04.2006 15:54
#11 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

das mit dem anmelden klappt trotz eurer bemühungen leider nicht...

Remi Offline




Beiträge: 3.132

14.04.2006 16:01
#12 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

Shreib mir mal per e-Mail Deinen gewünschten nicknamen, und Deine e-Mail Adresse.
Ich melde dich dann an!

Gruß
Remi

saatkraehe ( gelöscht )
Beiträge:

15.12.2007 21:30
#13 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

zum thema: bevor bei mir die diagnose gestellt wurde, war ich auch oft depressiv ... jetzt umso mehr, weil ich mit der diagnose nicht klar komme ... irgendwie schäme ich mich dafür ... meine kollegen sind sehr verständnisvoll und lassen mich auch in ruhe, wenn ich losheule ...

momentan bin ich gerade dabei, alles für egal zu erklären ... vielleicht hilft mir das weiter ... wenn mir alles wurscht ist, brauch ich auch nicht weiter darüber nachdenken ...

Gipsy ( gelöscht )
Beiträge:

15.12.2007 22:22
#14 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

Hallo "Krähe",

Zitat:

...bevor bei mir die diagnose gestellt wurde...
____________________________________________________________

Wann wurde die Diagnose denn bei Dir gestellt?
Also wie lange versuchst Du nun schon, mit selbiger klar zu kommen?

Ja, alles für egal zu erklären kann sicher eine Zeit ganz hilfreich sein - als Erwachsener allerdings wird man wohl zu häufig mit Dingen konfrontiert, bei denen dass nicht wirklich klappt...hast Du Kinder?
Spätestens da wird es schwierig mit der "Egal-Einstellung"!

Sicher bist Du darüber informiert, dass man mit der richtigen Medikation gut leben kann? Mal mehr mal weniger gut, aber es liegt zweifellos viel in und an einem selbst, wie man mit dieser Sache umgeht...

Ich warte einfach mal Deine Vorstellung ab...

Bis dahin!

Alles Gute,
bye Gipsy

:flocke:

schwarzer vogel ( gelöscht )
Beiträge:

18.12.2007 17:17
#15 RE: Epilepsie und Depressionen treffen häufig zusammen antworten

nein, kinder habe ich keine und möchte auch keine ... von der diagnose habe ich vor etwa 3 wochen erfahren (definitiv) ... ich weiss nicht, was passiert ist ... angeblich bin ich in der straßenbahn umgefallen ... soll ein generalisierter frontallappenanfall gewesen sein ... aufgewacht bin ich im krankenhaus und hab nicht einmal gewusst, wie ich heisse, wo ich wohne! gar nichts! das war furchtbar ... sowas möchte ich nie wieder erleben ... es ist schlimm, nicht zu wissen, wer man ist ... jedenfalls war ich dann eine woche lang im krankenhaus ...

dort hatte ich zeit, nachzudenken ... und bin draufgekommen, dass ich schon öfters auren hatte und ein paar erinnerungslücken ... nur hab ich mir bis jetzt nicht viel dabei gedacht ...

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