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 RE: ## A N G S T ##

ANGST WIRD IN GESICHTERN SCHNELLER ERKANNT ALS ANDERE GEFÜHLE





Im Gesichtsausdruck anderer Personen nehmen Menschen Angst schneller wahr als andere Emotionen.
Forscher der Vanderbilt Universität in Nashville zeigten Testpersonen verschiedene Gesichter mit entweder ängstlichem, neutralem oder glücklichen Gesichtsausdruck. Die Betrachter sollten daraufhin angeben, wann sie sich des ausgedrückten Gefühls bewusst wurden. Da eine solche Informationsverarbeitung nur etwa 40 Millisekunden dauert, verzögerten die Wissenschaftler die Reaktionszeit der Versuchsteilnehmer, indem sie ihnen das zu beurteilende Gesicht auf nur einem Auge zeigten und auf dem anderen ständig wechselnde Eindrücke.

Dadurch erhöhte sich die Reaktionsdauer auf bis zu 10 Sekunden.

Die Forscher gehen davon aus, dass ängstliche Gesichter deshalb besonders schnell wahrgenommen werden, weil es im Laufe der Evolution von Vorteil war, Gefahrensignale aus der Umgebung möglichst rasch zu registrieren.
"Wir glauben, dass das Gehirn bestimmte Hinweise entdeckt, bevor sie uns bewusst sind, damit wir unsere Aufmerksamkeit auf die potenziell bedrohliche Situation in unserer Umgebung richten können", erklärt Dr. David Zald, der Autor der Studie.

Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Augen.
Ängstliche Augen haben eine bestimmt Form, so dass man mehr vom Weißen im Auge sieht. Am langsamsten reagierten die Probanden auf glücklich aussehende Gesichter. "Ein glückliches Gesicht signalisiert Sicherheit", sagt Dr. Zald. "Wenn etwas sicher ist, braucht man dem keine Aufmerksamkeit zu widmen."



ÄLTERE MENSCHEN HABEN HÖCHSTES SUIZIDRISIKO





In Deutschland begehen jährlich 11 000 Menschen Selbstmord. Ältere Menschen sind in unserer Gesellschaft besonders gefährdet, sich das Leben zu nehmen. Der Anteil von Menschen über 60 Jahren an allen Suiziden in Deutschland beträgt 40%.
Viele Senioren haben Angst vor dem Älterwerden. Die mangelhaften Zustände in Pflegeheimen und die Einsamkeit im Alter verschlimmern die Situation.
Problematisch ist auch die jahrelange Tabuisierung des Suizids.
Bestehende Hilfsangebote, beispielsweise von Beratungsstellen, würden von älteren Menschen kaum wahrgenommen, erklärt Dr. Georg Fiedler, der Nationale Repräsentant der Internationalen Gesellschaft für Suizidprävention.

Ältere Personen hätten dieses Tabu so verinnerlicht, dass sie ihre Suizidgedanken auch bei Ärzten und Psychotherapeuten nicht ansprächen.

Experten betonen die Wichtigkeit der Behandlung seelischer Erkrankungen zur Suizidprävention bei Menschen aller Altersgruppen. "Bei 90% der Suizidopfer spielen psychische Erkrankungen eine Rolle", sagt Dr. Barbara Schneider von der Klinik für Psychiatrie der Universität Frankfurt.

Zu den größten Risikofaktoren gehören:

- Depressionen
- Schizophrenie und
- Alkoholabhängigkeit



SOZIALE PHOBIE ERHÖHT RISIKO FÜR DEPRESSIONEN






Menschen, die unter übermäßigen Ängsten leiden, wenn sie im Mittelpunkt stehen oder sich in der Öffentlichkeit bewegen, haben ein erhöhtes Risiko, eine Depression zu entwickeln.

Wissenschaftler um Dr. Katja Beesdo von der Technischen Universität Dresden führten dazu eine Studie mit 3021 Teilnehmern im Alter von 14 bis 24 Jahren über eine Dauer von 8 Jahren durch.

Die Forscher fanden heraus, dass Menschen mit einer sozialen Angststörung 3-mal häufiger an einer Depression erkranken als Versuchspersonen ohne soziale Phobie.
Insgesamt entwickelten 50% der Patienten mit sozialen Ängsten eine Depression.
Gehemmtes Verhalten und das Auftreten von Panikattacken waren dabei starke Hinweise auf eine nachfolgende Depression.

"Die soziale Phobie ist eine Störung, die bereits in der Kindheit einsetzt und ein deutlich erhöhtes Risiko für die Erkrankung an einer Depression bedeutet", schließt Dr. Beesdo aus den Ergebnissen.

Eine frühe psychotherapeutische Behandlung der Angststörung könne daher die Gefahr einer anschließenden Depression verringern.

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Mehr zu diesem Thema auch auf: www.aerzte-im-netz.eu
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Aus: www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de
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Gipsy, 26.10.2007 21:00
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